Na vielen Dank auch Herr Wachtmeister!

An einem herrlichen Sonntag Morgen im Berliner Umland -extrem gut gelaunt und herrlich entspannt auf dem Weg zur RTF- werden wir plötzlich durch einen Streifenwagen ausgebremst und zum Anhalten aufgefordert.

Leicht verwundert – denn ausnahmsweise waren wir mal nicht als üble Radrüpel unterwegs – und deswegen umso gespannter, lauschten wir also der Ansage des Wachtmeister.

Sehr verwundert waren wir dann aber, als wir aufgefordert, den Radweg zu benutzen, auf den der Wachtmeister sitzend aus dem Streifenwagen heraus meinte zu zeigen. Mein freundlicher Hinweis, dass das Schild „Gehweg – Radfahrer frei“ doch überhaupt kein Radweg und erst recht kein benutzungspflichtiger sei, wird mit einem es sei „für die Sicherheit Aller“ umschifft.

Extrem verwundert frage ich mich dann jedoch, was wohl die beiden Senioren auf dem Weg zum Bäcker da drüben, oder der Gassi-gehenden Hundebesitzer dahinter oder die Kinder die sich auf dem Gehweg tummeln, von diesem brillanten neuen Sicherheitskonzept halten. Denn wie gesagt: wir sind hier nicht mit einem Hollandrad und Picknickkorb und -decke bei Tempo 5 unterwegs an den See sondern preschen auf Tagestour mit dem Rennrad voran.

Naja, meine mitgeteilten Zweifel ob dieser Sicherheitsoptimierung wurden vom Wachtmeister mit einem – „da gibt es unterschiedlich Meinungen zu“ kommentiert.

Was ist das denn jetzt hier?

Wusste er es etwa in der Tat nicht besser? Es reicht ja schon, dass sich so gut wie kein normaler Autofahrer mit dem Regelwerk auskennt. Oder machte er einen Kotau vor dem Autoverkehr?

War es reine Willkür? So eine Art persönlicher Rechtsbeugung des Dorf-Sheriffs, wie man es aus trashigen amerikanischen Filmen der 70er kennt? Oder einfach nur mürrische Schikane, weil er wegen des anstehenden RTFs Sonntagsdienst hatte?

Leider drängte der Start zur RTF sonst wäre ich zu allzu gerne in eine tiefere Diskussion gegangen – sicherlich um dann bei einer anschließender Überprüfung des Rades auf alle erforderlichen Reflektoren hin zu landen.

Was geblieben ist, ist schlechte Laune und eine Meinung von der Polizei, die ich so bisher noch nicht hatte!

Gut gemacht Herr Wachtmeister!

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Ein Gedanke zu “Na vielen Dank auch Herr Wachtmeister!

  1. Tja, was soll man dazu sagen … wenn man pünktlich an den Start will, besser nichts. Ansonsten Namen und Dienstelle geben lassen und dort freundlich anfragen, ob das denn sein kann – wenn einem das die Zeit wert ist 🙂 Aber in keinem Fall darüber ärgern, denn das wollte er doch nur, der Herr Wachtmeister …

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